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Herznotfall in der Ilmtalklinik Pfaffenhofen
Ein fast alltäglicher Ablauf für das Klinik-Personal
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Schon über 750 Katheteruntersuchungen durchgeführt
Die Vorgeschichte: Ein ca. 60 Jahre alter Patient stellt
sich beim Hausarzt mit immer wieder auftretenden Brustschmerzen vor. In
der Praxis bricht er mit unvermittelt auftretenden stärkeren Schmerzen
plötzlich zusammen.
Der Hausarzt informiert den Rettungsdienst, der den Patienten abholt und
sofort in die Notaufnahme der Ilmtalklinik Pfaffenhofen bringt. Der Patient
kommt dort, noch ansprechbar, an. Die initiale Diagnose des diensthabenden
Arztes der Notaufnahme lautet: "Herzinfarkt". Das Katheterlabor
wird bereits vorab informiert, und schon während der Anfahrt des
Patienten bereiten die Angestellten der Ilmtalklinik alles für den
Notfalleingriff vor.
Die Schmerzen des Patienten sind immer noch da. Der Arzt untersucht den
Patienten gerade noch, als dieser unter seinen Augen Kammerflimmern bekommt
und bewusstlos wird. Der Patient wird daraufhin sofort defibrilliert.
Die Defibrillation ist erfolgreich, jedoch muß der Patient jetzt
intubiert und künstlich beatmet werden. Sein Kreislauf wird zunehmend
schwächer, sodass kreislauferhaltende Medikamente, sogenannte Katecholamine
benötigt werden.
Diese Maßnahmen laufen alle innerhalb weniger Minuten ab. Hierfür
arbeitet ein Team aus erfahrenen und hochqualifizierten Notärzten
und Schwestern zusammen.
Der Patient wird jetzt unverzüglich ins Katheterlabor der Ilmtalkinik
gebracht. Er wird laufend mit einem mobiles Beatmungsgerät beatmet,
erhält Kreislaufmedikamenten-Infusionen und wird zusätzlich
am Monitor überwacht, sodass sofort eingegriffen werden kann sollte
wieder Kammerflimmern auftreten.
Mit dem Katheter stellen die Ärzte dann fest, dass eine der Hauptherzkranzarterien
fast vollständig verschlossen ist. Innerhalb eines Zeitraumes von
ca. 10 Minuten wird das Gefäß mit einem Ballon und einer Gefäßstütze
(Stent) wiedereröffnet. Noch während dieses Eingriffs können
die Kreislaufmedikamente abgestellt werden, da der Patient sofort wieder
eine ausreichende eigene Kreislaufleistung aufbaut. Schon nach 2 Stunden
kann die künstliche Beatmung aufgehoben werden und am übernächsten
Tag wird der Patient von der Intensivstation wieder auf eine Normalstation
verlegt und kann die Klinik Ende der Woche verlassen.
Ob er einen Transport in eine der entfernteren Großkliniken überlebt
hätte, darf bezweifelt werden.
In der Ilmtalklinik Pfaffenhofen sind mittlerweile über 750 Untersuchungen
im Katheterlabor durchgeführt worden. Neben den Patienten aus dem
Landkreis Pfaffenhofen kommen auch viele aus Ingolstadt, Freising, Dachau,
Neuburg und Mainburg. Die Ärzte, Schwestern und Pfleger der Abteilung
sind bestens auf alle Notfallsituationen und Elektivmaßnahmen vorbereitet.
Neben einer ausgezeichneten medizinischen Behandlung erhalten die Patienten
eine ebenso hervorragende pflegerische Betreuung ganz nach dem Leitbild
der Klinik: "Der Mensch steht im Mittelpunkt, wir sind für Sie
da!" Das Kompetenzzentrum für Herz- und Kreislauferkrankungen
an der Ilmtalklinik Pfaffenhofen führt neben den digitalen Herzkatheteruntersuchungen
auch Herzschrittmacherimplantationen, ambulante Herzschrittmacherkontrollen,
Herzechokardiographien und Streßechokardiographien durch. Die kardiologische
Intensivstation versorgt alle Patienten rund um die Uhr.
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