Firschke jetzt Chefarzt und Ärztlicher Direktor

Pfaffenhofen: Mit einer kleinen Feier wurde der neue Chefarzt der Inneren Medizin, Privatdozent Dr. Christian Firschke in sein Amt eingeführt. Gleichzeitig erfolgte die Ernennung zum ärztlichen Direktor. Der Aufsichtsrat der Klinik, Chefärzte, leitenden Ärzte und alle Abteilungsleitungen waren gekommen, um dem neuen Chefarzt zu gratulieren und ihm für die Zukunft Glück zu wünschen.
Landrat Rudi Engelhard hob in seiner Ansprache hervor, dass Dr. Firschke in den vergangenen eineinhalb Jahren, in welchen er an der Ilmtalklinik tätig ist, schon hervorragende Arbeit geleistet hat. Im Besonderen bei der Planung und dem Aufbau des Herzkatheterlabors.
"Das ist auch ein Grund, warum die Ilmtalklinik heute so gut da steht", so der Landkreischef.
Engelhard wünschte Dr. Firschke für sein weiteres Wirken Glück und Erfolg und überreichte die Ernennungsurkunde des Geschäftsführers Hans Huber. Der Landrat schmunzelte bei der Übergabe anerkennend: "Hier sind schon einige Titel mit Abkürzungen vermerkt, die sie mir allerdings noch erklären müssen, nun kommt ein weiterer hinzu".
Dr. Christian Firschke erklärte in seiner kurzen Ansprache, er freue sich, die Leitung der Inneren Medizin übernehmen zu können. Er bedanke sich für das in ihn gesetzte Vertrauen mit der Hoffnung, dass er es auch umsetzen kann.
Dr. Firschke kam von der Technischen Universität München, wo er bis Dezember 2004 am Deutschen Herzzentrum und dem Klinikum rechts der Isar tätig war.
Der 1960 in Bamberg geborene Kardiologe ist verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt heute in Reichertshausen. Seine universitäre Ausbildung begann er 1980 an der Technischen Universität München.
1987 schloss er dort das Studium der Humanmedizin mit Approbation und Promotion ab und begann seine ärztliche Tätigkeit bei Professor Rudolph an der Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen des Deutschen Herzzentrums München. 1990 wechselte Dr. Firschke ans Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München. Hier war er bei Professor Blömer und Professor Classen in den Bereichen Hämatologie, Kardiologie und Gastroenterologie tätig und erhielt 1995 seine Anerkennung als Internist. Von 1995 bis 1997 erweiterte er seine Erfahrungen bei einem Aufenthalt in den USA. An der Universität von Virginia in Charlottesville arbeitete er in der Kardiologie bei Professor Sanjiv Kaul. Hier beschäftigte er sich insbesondere mit Ultraschalluntersuchungen des Herzens. 1997 kehrte er an das Deutsche Herzzentrum zurück, wo er während der nächsten Jahre bei Professor Schömig die Zusatzbezeichnung "Kardiologie" erwarb. Als Oberarzt leitete er die Ultraschallabteilung am Deutschen Herzzentrum und war im Herzkatheterlabor unter anderem für die Behandlung akuter Herzinfarkte zuständig. Darüber hinaus durchlief er eine spezielle Ausbildung in internistischer Intensivmedizin. 1999 erhielt er die Lehrbefähigung und Lehrbefugnis für das Fach Innere Medizin an der Technischen Universität München und wurde zum Privatdozenten ernannt. Dr. Firschke ist Mitglied der europäischen Gesellschaft für Kardiologie (F.E.S.C. = Fellow of the European Society of Cardiology ) und des American College of Cardiology (F.A.C.C. = Fellow of the American College of Cardiology).
Neben dem Aufbau des Herzkatheterlabors hat Dr. Firschke auch die Anerkennung der Ilmtalklinik als akademisches Lehrkrankenhaus erfolgreich beantragt.
Schon am 20.10.2004 wurde der Ilmtalklinik Pfaffenhofen durch die Ludwig-Maximilians-Universität München nach einem ca. 6-monatigen Evaluierungsprozess der Status eines Akademischen Lehrkrankenhauses zuerkannt.
Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst stimmte dem Antrag der Medizinischen Fakultät zu, der von Privatdozent Dr. Christian Firschke initiiert und ausgearbeitet worden war. Die schnelle Zusage der LMU war eine hocherfreuliche Entwicklung.
Durch das Herzkatheterlabor steht der Ilmtalklinik eine hochmoderne Möglichkeit zur Erkennung und Behandlung von Herz- und Gefäßkrankheiten zur Verfügung. Darüber hinaus können Herzkranzgefäße gedehnt und Stents eingesetzt werden, wodurch sich bei manchen Patienten eine Bypassoperation vermeiden läßt. Die Patienten werden bestmöglich in der Ilmtalklinik versorgt. Rund 50 Prozent der Stents (Gefäßstützen) werden in Pfaffenhofen als medikamentenbeschichtete Variante implantiert. Dies senkt in vielen Fällen das Risiko eines wiederholten Gefäßverschlusses deutlich.
Seit Kurzem werden bei bestimmten Patienten sogar Defibrillatoren eingesetzt.

Unser Foto zeigt den frisch "gebackenen" Chefarzt der Inneren Medizin und Ärztlichen Direktor der Ilmtalklinik Pfaffenhofen, Privatdozent Dr. Christian Firschke (Mitte) mit dem Geschäftsführer Hans Huber (links) und Landkreischef Rudi Engelhard (rechts) nach der Übergabe der Ernennungsurkunde.

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