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Der eingebaute Notarzt Wie ein implantierter Defibrillator leben retten kann. Neue Behandlungsmethode in der Ilmtalklinik Pfaffenhofen Seit Kurzem hat die Ilmtalklinik Pfaffenhofen die Möglichkeit
im Kompetenzzentrum für Herz- und Kreislauferkrankungen Herzdefibrillatoren
zu implantieren. Für zahlreiche Patienten mit Herzschwäche,
egal aus welchem medizinischen Grund, ist der implantierte "Schockauslöser"
lebensrettend - denn eine der häufigsten Todesursachen ist der Plötzliche
Herztod. Dieser tritt oft im Zusammenhang mit einem Herzinfarkt auf. Andere
ebenso häufige Ursachen für den plötzlichen Herztod sind
Herzerweiterung und schwere Herzschwäche.
Weitaus größer ist die Zahl der Patienten, die zwar vom plötzlichen Herztod bedroht sind, aber bisher noch nie Herzrhythmusstörungen verspürt haben. Diesen Patienten sollte vorbeugend ein implantierbarer Defibrillator eingesetzt werden. Durch Untersuchungen mit vielen Patienten konnte nachgewiesen werden, dass vor allem solche Patienten von einem Defibrillator profitieren, die unter einer schweren Herzschwäche leiden. Ist die Pumpkraft des Herzens auf weniger als 30 Prozent der normalen Kraft eingeschränkt, steigt das Risiko am plötzlichen Herztod zu sterben stark an. "Dabei ist es nach neuesten Erkenntnissen egal, aufgrund welcher Ursache die Herzschwäche eingetreten ist. Ob das Herz nach einem Herzinfarkt, nach einer Herzmuskelentzündung oder aus anderen Ursachen geschwächt ist, spielt für die Entscheidung zur Defibrillatorimplantation keine Rolle", erläutert der Kardiologe Dr. Widmaier. Behandelbare Ursachen für eine Herzschwäche oder für Kammerflimmern - wie zum Beispiel Engstellen an den Herzkranzgefäßen - sollten natürlich vor einer Defibrillatorimplantation soweit als möglich ausgeschlossen, bzw. behandelt sein. Das Einsetzen des Defibrillators erfolgt durch eine kleine Operation in örtlicher Betäubung, bei der nur sehr selten Komplikationen auftreten. Nicht zu verschweigen ist, dass die Elektroschockabgabe durch den Defibrillator unangenehm bis schmerzhaft sein kann. Deshalb wird das Gerät während der Operation in einer kurzen Vollnarkose getestet. Durch moderne Geräte und moderne Geräteeinstellung können viele früher unumgängliche Schocks heute vermieden werden. Der Alltag des Patienten wird in der Regel nicht beeinträchtigt. Wenn aber doch ein Schock auftritt ist er lebensrettend! |