Staatsminister Sinner und Staatssekretärin Görlitz besuchen die Ilmtalklinik

Besichtigung der Geburtshilflichen Station und des Kreissaals

Bei seinem Besuch in Pfaffenhofen am 19.08.2003 besuchte Eberhard Sinner, Staatsminister für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz auch die Ilmtalklinik. In Begleitung von Staatssekretärin Erika Görlitz und Landrad Rudi Engelhard besichtigte er Gesundheitsamt, Tagespflege, Rettungswache und die gynäkologisch-geburthilfliche Station mit dem Kreißsaal.
Bei seiner Begrüßung betonte der Landrat, dass es sich als großer Vorteil erwiesen habe, das Gesundheitsamt an der Ilmtalklinik anzusiedeln. So können die "Wege" kurz gehalten und fachliche Kompetenzen zusammengefaßt werden, um den Erfahrungsaustausch zu erleichtern.
Bei der Besichtigung der gynäkologisch-geburtshilfliche Station der Ilmtalklinik informierte sich der Minister über verschiedene diagnostische Verfahren für Neugeborene, wie z. B. das Gehörscreening, welches die Früherkennung von Hörstörungen sofort nach der Geburt möglich macht und durch frühzeitige Therapie eine fast "normale" Hörentwicklung ermöglicht.
Besonders interessiert zeigte sich Sinner beim Thema Totgeburten. Stationsleitung Schwester Doris Gerdom erläuterte die Vorgehensweisen und Möglichkeiten die den Eltern in einem solchen Fall offenstehen. So gibt es z. B. für totgeborene Kinder unter 500 Gramm keine gesetzliche Bestattungspflicht oder Meldepflicht beim Standesamt. In Pfaffenhofen besteht auf einem von der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellten anonymen Gräberfeld mit Gedenkstein die Möglichkeit diese Kinder zu bestatten.
Der Staatsminister und die Staatssekretärin waren beeindruckt von den verschiedenen Geburtsmöglichkeiten, welche in der Klinik genutzt werden können. Die Alternative der Unterwassergeburt stieß hierbei auf besonders großes Interesse.
Auch die Privatzimmer der Klinik wurden besichtigt. Die fünf bereits bestehenden Privatzimmer werden wegen der großen Nachfrage durch vier weitere Zimmer ergänzt; ein Privatzimmer wird demnächst auf Station 3, in der Geburtshilfe eingerichtet.
Staatsminister Sinner lobte die Klinik als vorbildliche Einrichtung. Mit den besten Wünschen verließen er und Staatssekretärin Erika Görlitz die Ilmtalklinik.

Bei der Besichtigung der gynäkologisch-geburtshilflichen Station (v.r.n.l.): Staatssekretärin Erika Görlitz mit Staatsminister Eberhard Sinner, Stationsleitung Schwester Doris Gerdom, stellvertretende Pflegedirektorin Marianne Sigl-Wilke, Bezirksrätin Annemaire Höcht und MdL Max Weichenrieder, die den Staatsminister begleiteten.

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