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Tabuthema Blasenschwäche
Durch neue Therapie- und Behandlungsmethoden Lebensqualität
für Betroffene steigern
Im Rahmen des Gesundheitsforums der vhs referierte Dr. med. Anton Wiedemann,
über das Thema "Blasenschwäche". Dr. Wiedemann ist
Belegarzt an der Ilmtalklinik und Fach-arzt für Gynäkologie
und Geburtshilfe in Pfaffenhofen.
Dr. Wiedemann erläuterte bei seinem Vortrag einführend die Physiologie,
die Ursachen und die verschiedenen Diagnosemethoden der Blasenschwäche
bzw. der Harninkontinenz. "Um die richtige Behandlungsmethode für
die jeweilige Frau auszuwählen, ist es ausge-sprochen wichtig durch
eine intensive Anamnese der Patientin, durch klinische Tests und eine
gynäkologische Untersuchung herauszufinden, welche Art der Inkontinenz
vorliegt. Nachdem die "richtige Patientin" zur Operation ausgewählt
wurde, muss die richtige Ope-rationsmethode für die Patientin gefunden
werden".
Bei der Stressinkontinenz kann mit Beckenbodentraining, Pessar oder medikamentös
eine Verbesserung erreicht werden. Falls dies nicht zu dem gewünschten
Erfolg führt, kann auch operativ behandelt werden. "Bei vorliegender
Dranginkontinenz sollte auf keinen Fall operiert werden", informierte
Dr. Anton Wiedemann. "Die verschiedenen Therapiemöglich-keiten
sind hier Blasentraining, Medikamente, Elektrostimulation, Biofeedback
und Psy-chotherapie".
Neuere operative Behandlungsmethoden der Stressharninkontinenz sind die
Operation nach Burch, bei dem der Blasenhals an ein Band im Becken fixiert
wird und das TVT-Verfahren (tension free vaginal tape = Spannungsfreies
Scheidenband) bei dem in regio-naler Betäubung ein Band unter die
mittlere Harnröhre gelegt wird. Die Therapie mit TVT, die seit ca.
zwei Jahren an der Ilmtalklinik durchgeführt wird, hat bis zu 90
Prozent Erfolg.
"Nicht alles was neu ist, ist gut", erwähnt Dr. Wiedemann,
"die neuen Operationstechniken für Stressharninkontinenz sind
allerdings ausgesprochen erfolgreich".
Der Dozent ging ausführlich auf die Risiken der Operationsmethoden
ein und stellte diese den enormen Erfolgsaussichten gegenüber. Im
Anschluss an den informativen Vortrag nutzten viele Zuhörer die Gelegenheit,
detaillierte Fragen an den Referenten zu stellen.
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