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Organspende - Chance oder Risiko?
Eine
unmögliche Frage - zu einem unmöglichen Zeitpunkt
Unter dem Thema "Organspende - Chance oder Risiko?" stand vor
kurzem eine Informationsveranstaltung des Gesundheitsforums der vhs Pfaffenhofen
in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Gesundheitsamt und der Ilmtalklinik.
Die Transplantationskoordinatorin der Deutschen Stiftung Organtransplantation
Dr. Angelika Eder, referierte über Organspende, Hirntod und Hirntodbestimmung.
Laut Dr. Eder ruft die Organspende immer wieder zwiespältige Gefühle
wach: "Ziel dieser Informationsveranstaltung ist es, Ängste
zu nehmen und eine positive Einstellung zu wecken. Jeder muss diese Entscheidung
für sich selbst treffen".
"Organspende: Eine unmögliche Frage? - Zu einem unmöglichen
Zeitpunkt? Viele Angehörige, die von den Ärzten in der Klinik
um eine Einwilligung zur Organentnahme gebeten werden, sind unsicher,
mit welcher Entscheidung sie dem Willen des Verstorbenen entsprechen.
Daher ist es sehr wichtig, sich zu Lebzeiten mit der Organspende zu beschäftigen"
ermutigte die Chirurgin.
Dr. Eder informierte, dass in Deutschland 1997 die erweiterte Zustimmungslösung
gesetzlich verankert wurde. Das heißt, dass Angehörige, falls
kein Spenderausweis vorliegt, entscheiden müssen ob eine Organentnahme
stattfinden darf oder nicht. Da nur bei vier bis fünf Prozent der
Spender ein Ausweis vorliegt, sind die Angehörigen in 95 bis 96 Prozent
der Fälle gefordert, die notwendige Zustimmung zu erteilen.
Bei der anschließenden Diskussion konnten die noch vorhandenen Fragen
von Dr. Angelika Eder umfassend und verständlich beantwortet werden.
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