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C.A.T.S. - Moderne Möglichkeit der Eigenblutspende
700. Einsatz zur autologen Bluttransfusion
mit dem C.A.T.S.-Gerät an der Ilmtalklinik Pfaffenhofen
Größere Blutverluste z.
B. nach schweren Unfällen, ausgedehnten Operationen usw. müssen
durch Blutübertragungen (Transfusionen) ersetzt werden. Dies ist
notwendig, da Blut unter anderem als Sauerstoffträger für den
Organismus lebensnotwendig ist und durch nichts ersetzt werden kann.
Neben der allgemein bekannten Fremdbluttransfusion von durch Spender gewonnene
Blutkonserven, gibt es außerdem die Möglichkeit der Eigenblutspende.
Die Eigenblutspende hat sich insbesondere in den vergangenen Jahren aus
der Patientensorge um möglicherweise infiziertes Spenderblut (HIV-
Infektion) als gängige und sichere Alternative etabliert.
Unter dem Begriff Eigenblutspende (autologe Transfusion) versteht man
zum einen das Herstellen von Eigenblutkonserven vor geplanten operativen
Eingriffen, die in der Regel eine Bluttransfusion notwendig machen. Im
Falle von höheren Blutverlusten kann hier das selbst gespendete Blut
als Ersatz wieder zurück transfundiert werden. Daneben gibt es ein
zweites Verfahren, die sogenannte maschinelle Autotransfusion, bei der
während der Operation abgesaugtes Blut aufgefangen, separiert, gewaschen
und schließlich dem Patienten zurückgegeben wird. An der Ilmtalklinik
Pfaffenhofen kommt letzteres Verfahren mit dem sogenannten C.A.T.S. -
Gerät (Continuos Auto Transfusion System) zum Einsatz.
Mit dem Einsatz dieses C. A. T. S. - Verfahrens
wollen die Ärzte besonders bei geplanten operativen Eingriffen mit
zu erwartendem größeren Blutverlust weitgehenst auf Fremdblutübertragungen
verzichten. Seit der Anschaffung des Gerätes im Jahr 1998 wurde dieses
Verfahren bereits mehr als 700 mal erfolgreich eingesetzt. An der Ilmtalklinik
kommt diese Form der Autotransfusion insbesondere im Rahmen der Implantation
von Hüft- und Knieprothesen in der Orthopädie und Unfallchirurgie
zum Tragen. Keine Anwendung findet die maschinelle Autotransfusion hingegen
bei Operationen an bösartigen Tumoren, am Darm und Eingriffen bei
septischen Patienten.
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Der Einsatz der C.A.T.S.-Technik
während der Operation:
Bereits unmittelbar nach Beginn der Operation wird das aus der Operationswunde
stammende Blut abgesaugt und gesammelt. Damit das abgesaugte Blut
nicht gerinnen kann, wird dem Sammelgefäß ein gerinnungshemmendes
Medikament (Heparin) zugegeben.
Nach der Operation wird das gesammelte Blut in dem Gerät aufbereitet
und wieder zurückgegeben. Das Herzstück dieses Systems ist
eine Zentrifugenkammer, in der die roten Blutzellen (Erythrozyten)
in einem kontinuierlichen Prozess zuerst von den anderen Blutkomponenten
abgetrennt und danach mit Kochsalzlösung gewaschen werden.
Schwester Judith Jakubzik bereitet den
Blutbeutel mit gesammelten Patientenblut zur Rücktransfusion
vor. |
Während des Waschvorgangs werden weitere unerwünschte
Komponenten wie z. B. Heparin das beim Sammeln notwendigerweise hinzugefügt
wurde, und Bestandteile von zerstörten Blutzellen entfernt. Auch
Fetttröpfchen, die aus dem Knochenmark abgesaugt wurden, und in dem
gesammelten Blut zu finden sind, werden bei diesem Verfahren abgetrennt.
Nach Abschluss des Waschverfahrens wird die so zurückgewonnene Blutflüssigkeit
als Blutkonserve innerhalb von sechs Stunden retransfundiert.
Nach nun mehrjähriger Erfahrung kann sicher gesagt werden, dass sich
dieses Verfahren mehr als bewährt hat. Gerade aus Sicht der Patienten
trägt diese Form der Eigenblutspende zu einer größeren
Sicherheit bei Transfusionen im Hinblick auf die Gefahren von durch Spenderblut
übertragene Infektionskrankheiten bei.
Peter Andreas
Pflegedirektor der Ilmtalklinik Pfaffenhofen
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