15 Tonnen schwerer Kamin schwebt in der Luft

Nachdem die Ilmtalklinik nun komplett mit Fernwärme aus dem Biomasse-Heizkraftwerk versorgt wird und in den letzten Wochen alle Heiz- und Dampfkessel ausgebaut und entsorgt wurden, hatte nun auch der alte Kamin seine Schuldigkeit getan. Der im Jahr 1982 erbaute 20 Meter hohe, sanierungsbedürftige Stahlkamin konnte nun auch beseitigt werden.

Um den ca. 15 Tonnen schweren Kamin aus seiner Verankerung zu heben und umzulegen waren zwei große Kräne mit 500 Tonnen bzw. 40 Tonnen nötig. Durch den größeren Kran wurde der Stahlkoloss am oberen Ende gehalten, während die Schraubverbindungen am Fuß des Kamins mit Schneidbrennern abgetrennt wurden. Nun schwebte der 15 Tonnen Koloss in der Luft wie ein Streichholz. Der kleinere Kran war nötig, um den Kamin an seinem unteren Ende zu sichern während er in eine horizontale Lage gebracht wurde.
Dieser Kamin war eine besondere Konstruktion. Die Außenhülle bestand aus Stahl und stellte einen Dreiröhrenkamin mit dem Grundriss eines Kleeblatts dar. Im Innern verbargen sich vier Edelstahl-Kaminröhren. Damit er sich besser in die Umgebung einfügt, war er in hellen, abgestuften Farbtönen lackiert, die den Horizontfarben entsprachen.
Die komplette Kaminröhre wird in den nächsten Tagen mit Schneidbrennern zerkleinert und als Schrott einer Wiederverwertung zugeführt.
Die Ilmtalklinik signalisiert mit dem Abriss des Kamins auch nach außen, dass die Klinik mit umweltfreundlicher Energie aus nachwachsenden Rohstoffen beheizt wird.

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