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Mit Bündelung aller Kräfte: Landkreis
geht im Gesundheitswesen Sonderweg
Erweiterungsbau der Ilmtalklinik eingeweiht - Samstag
Tag der offenen Tür
Mit
einem Stehempfang, der wegen des schlechten Wetters in den Sitzungssaal
des Personalwohnheims verlegt werden musste, wurde am Mittwochnachmittag
der Erweiterungsbau der Ilmtalklinik eingeweiht. Wie bereits berichtet,
haben nun auch das Gesundheitsamt und die Tagespflege des Roten Kreuzes
dort ihre neue Heimat gefunden. Zahlreiche Gäste waren der Einladung
gefolgt und wurden vom Geschäftsführer der Ilmtalklinik GmbH,
Hans Huber, herzlich begrüßt: Landrat Rudi Engelhard, Vorsitzender
des Aufsichtsrates der Ilmtalklinik, und dessen Ehefrau Helga, die Mitglied
in der Vorstandschaft des Roten Kreuzes ist; Mitglieder des Aufsichtsrates
und des Krankenhausausschusses, der stell-vertretende Landrat Sepp Hobmeier,
die Pfaffenhofener Geistlichkeit mit den Stadtpfarrern Frank Faulhaber
und Helmut Gottschling und der Krankenhaus-Seelsorger Hans Schlatterer,
sowie der Vorsitzende des Ärztlichen Kreisverbandes Dr. Alois Waller
aus Rohrbach. Neben dem Ärztlichen Direktor der Ilmtalklinik, Dr.
Csaba Nemes und anderen leitenden Ärzten war auch Pflegedirektor
Peter Andreas der Einladung zu Eröffnungsfeier gefolgt. Schließlich
durften auch die neuen Nutzer des Gebäudes mit den Vertretern aus
der Vorstandschaft des Roten Kreuzes, des Gesundheitsamtes und der Rettungswache
an diesem Nachmittag nicht fehlen, der musikalisch stimmungsvoll vom Leiter
der Städtischen Musikschule, Auwi Geyer, an der Posaune, und Michael
Hermann, am Klavier, begleitet wurde. Der besondere Dank von Hans Huber
galt in seiner Begrüßungsansprache vor allem Architekt Franz
Niedermayr vom Pfaffenhofener Planungsbüro "Raum + Form",
dem ebenfalls in der Kreisstadt ansässigen Architekturbüro Peter
Hechinger, das als Projektsteuerer den Neubau betreut hat, sowie allen
am Bau beteiligten Firmen. Sehr dankbar äußerte sich Huber
vor allem darüber, dass der Neubau ohne Unfall abgeschlossen werden
konnte, und ein Kompliment ging auch die Techniker und Gärtner des
Hauses, sowie an die Küche, die für die Eröffnungsfeier
ein appetitliches "Gesundheits-Buffet" aufgebaut hatte. "Gesundheit
ist unser höchstes Gut", betonte Rudi Engelhard in seiner Festansprache
und verwies darauf, dass der Landkreis Pfaffenhofen durch das Angebot
einer "kompetenten, ortsnahen, fortschrittlichen und vor allem humanen
Medizin", in deren Rahmen alle im Gesundheitswesen tätigen Mitarbeiter
ihre Kräfte bündelten, "extra Wege" beschreite. Die
Grundidee einer Gesundheits-Netzwerkstruktur bestehe in dem Gedanken,
die Krankheit, "die uns alle heimsuchen kann", nicht nur zu
diagnostizieren und zu therapieren, sondern die Patienten darüber
hinaus auch auf eine "neue, präventionsorientierte Lebensführung
einzustellen". Als praxisnahe Beispiele dafür nannte er dabei
unter anderem neben dem Gesundheits-Forum der Volkshochschule auch die
Informationsveranstaltungen des Gesundheitsamtes, sowie die Diabetes-Beratung
und die Integration der Rheuma-Liga in die physikalische Therapie der
Ilmtalklinik. Neben der Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten
und dem Praxisnetz "GOIN", gestalte sich auch die Zusammenarbeit
mit den Belegärzten "erfreulich gut". Ein bundesweites
"Beispielsobjekt" der Pfaffenhofener Ilmtalklinik sei darüber
hinaus das neue Institut für Radiologie und Nuklearmedizin, stellte
der Aufsichtsratsvorsitzende fest und dankte in diesem Zusammenhang Geschäftsführer
Hans Huber und dem Leiter der Einrichtung, Dr. Matthias Boos, für
deren "unermüdlichen Kampf gegen die Windmühlen der Bürokratie".
Als weiterer wichtiger Schritt werde derzeit, in Gemeinschaft mit dem
Bezirk Oberbayern, die Einrichtung einer Tagesklinik für psychisch
Erkrankte auf dem Gelände der Klinik angestrebt. In der kommenden
Woche stehe die Gründung des Vereins "Leben retten" an,
stellte Engelhard in Aussicht, da man sich nicht auf die Bestimmungen
des Gesetzgebers verlassen könne, "wer die Notärzte organisiert
und finanziert". Sein Dank galt zu guter Letzt auch allen Kreisräten
und politisch Verantwortlichen, die den "Mut" zeigten, immer
wieder die erforderlichen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen.
Selten sei Gottes Segen so notwendig, wie bei einem Krankenhaus, sagte
der katholische Stadtpfarrer Frank Faulhaber in seiner Predigt, in deren
Rahmen er den Beistand des Herrn vor allem für die "Kunst der
Ärzte, die Hände der Pfleger und für alle, die von hier
aus ihre Rettungseinsätze fahren" erbat. "Einer trage des
anderen Last", erinnerte sein evangelischer Amtskollege Helmut Gottschling
an die Bibel und forderte dazu auf, auch "den Platz kranker Menschen
in der Gesellschaft zu akzeptieren und für sie Verantwortung zu übernehmen".
Nach dem offiziellen Festakt lädt die Ilmtalklinik anlässlich
der Fertigstellung des Erweiterungsbaus die gesamte Bevölkerung am
Samstag, 21. Juli, von 13 bis 17 Uhr zu einem Tag der offenen Tür
mit einem abwechslungsreichen und informativen Programm ein (siehe auch
Sonderbeilage in der heutigen Ausgabe). (foe)
| Symbolisch für das neue Gebäude
segneten der katholische Stadtpfarrer Frank Faulhaber und sein evangelischer
Amtskollege Helmut Gottschling vier Kreuze, die in den neuen Räumen
ihren Platz finden werden. "Standestheologisch" sei es kein
Problem die Insignien christlichen Glaubens im Sitzungssaal des Personalwohnheims
zu segnen, hatte zuvor Pfarrer Faulhaber versichert, da der Segen
Gottes auch "um die Ecke zieht". Links im Bild: Hans Huber,
der Geschäftsführer der Ilmtalklinik-GmbH. |
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(Foto: Foerster)
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Ein schön geschmücktes,
neues Rettungsfahrzeug wurde im Rahmen der Einweihungsfeier seiner
Bestimmung übergeben. |
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