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Ilmtalklinik GmbH Pfaffenhofen Ilmtalklinik GmbH Pfaffenhofen


2-jähriges erfolgreiches Bestehen des Darmzentrums an der Ilmtalklinik

Das Darmzentrum an der Ilmtalklinik, das seine regelmäßige Tätigkeit am 03.08.2007 aufnahm, feiert in diesen Tagen sein 2-jähriges Bestehen. Der Gründung des Darmzentrums vorausgegangen war bereits im Jahre 2006 die Einrichtung eines „Bauchzentrums“ als interdisziplinäre Einrichtung für stationäre Patienten, das von der Chirurgie (Visceralchirurgie) und der Inneren Medizin (Gastroenterologie) gemeinsam getragen wird.
Darmkrebs ist eine häufige Erkrankung an der in Deutschland jährlich rund 70.000 Menschen erkranken. Trotz großer Fortschritte bei der Therapie der Krankheit in den letzten Jahren bleibt es eine Herausforderung, die Ergebnisse weiter zu verbessern.
Viele Erkrankungen des Bauchraums, insbesondere bösartige Erkrankungen, bedürfen einer interdisziplinären Behandlung durch mehrere Fachbereiche um für den Patienten
ein optimales Behandlungsergebnis zu erzielen. Nachdem ein interdisziplinäres Behandlungskonzept an der Ilmtalklinik für stationäre Behandlungen bereits umgesetzt war wurde das Konzept mit Eintritt von Herrn Chefarzt PD Dr. Reinhard Lange zum 01.01.2007 für die Tumorpatienten auf die gesamte Tumorbehandlung erweitert. Dr. Lange verfügt als hochkompetenter Bauch- und Tumorchirurg aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit an der Uniklinik Essen nicht nur über die erforderliche
chirurgische Erfahrung, sondern auch über spezifische Erfahrungen in der Einrichtung
von Darmzentren.
Ein Darmzentrum ist eine interdisziplinäre und sektorenübergreifende Einrichtung mit
dem Ziel, eine optimale Versorgung von Krebspatienten sowohl in der stationären Behandlungsphase als auch den Vor- und Nachgeschalteten ambulanten Behandlungsabschnitten sicher zu stellen. In einem Darmzentrum wird eine
ganzheitlich medizinische, pflegerische und psychologische Versorgung von Patienten
mit Darmkrebs angestrebt. Durch enge Orientierung an den Leitlinien der Fachgesellschaften, Austausch mit anderen Zentren und ein wirksames Qualitätsmanagement wird sicher gestellt, dass ein Patient jeder Zeit nach den
neuesten fachlichen Erkenntnissen behandelt wird. In einem Darmzentrum arbeiten niedergelassene Ärzte, kooperierende Krankenhäuser und verschiedene Abteilungen in den beteiligten Kliniken eng und in einem strukturierten System zusammen. Die häufig beklagten „Schnittstellenprobleme“ innerhalb des Krankenhauses, zwischen Hausarzt und Krankenhaus sowie Krankenhaus und weiterbehandelndem (Fach-)arzt werden
durch eine klar geregelte Zusammenarbeit und optimalen Informationsaustausch entschärft.
Unter Leitung von Dr. Lange konnte daher von Beginn 2007 an die erforderlichen Organisationsstrukturen schrittweise aufgebaut werden und das Darmzentrum seine Tätigkeit zum 03.08.2007 beginnen. Die Voraussetzungen für das Darmzentrum an der Ilmtalklinik waren durch die bestehende interdisziplinäre Zusammenarbeit, das bereits bestehende Qualitätsmanagementsystem der Klinik und die hervorragenden Strukturen im ambulanten Bereich in der Region Pfaffenhofen sehr günstig gegeben. Als externe Kooperationspartner konnten in der Region hochqualifizierte Ärzte aus den Fachgebieten der Onkologie, der Strahlentherapie und der speziellen Pathologie gewonnen werden. Durch die Fusion mit dem Krankenhaus Mainburg wurde auch die dortige Chirurgie mit eingebunden und damit das Darmzentrum auch problemlos für die Patienten aus dem Landkreis Kelheim zugängig gemacht.
Im Laufe der Zeit wurde auch die schon länger bestehende informelle Kooperation mit dem Kreiskrankenhaus Schrobenhausen weiter ausgebaut und seit 2009 ist dieses organisatorisch fest in das Darmzentrum eingebunden.
Wie sieht nun im Einzelfall die Betreuung eines Patienten mit einer bösartigen
Erkrankung des Magen-Darm-Traktes durch das Darmzentrum aus?
Das Ziel eines Darmzentrums ist es nicht nur dafür Sorge zu tragen, dass die einzelnen Behandlungsschritte im Zuge einer Krebsbehandlung leitliniengerecht durchgeführt werden, sondern es auch von Anfang an ein stimmiges Gesamtkonzept für den
Patienten unter Einbeziehung aller Fachexperten festgelegt wird. Der Zugang zum Darmzentrum der Ilmtalklinik steht allen Patienten über ihre Hausärzte, die niedergelassenen Fachärzte oder über die beteiligten Kliniken offen. Bei Erstdiagnose einer Krebserkrankung kann der behandelnde Arzt in Abstimmung mit den Patienten dessen Behandlungsdaten in das „Tumorboard“ einbringen. Dies ist die „Dreh- und Angelstelle“ des Darmzentrums. Es ist eine regelmäßig stattfindende Besprechung,
bei der in Anwesenheit der wichtigsten beteiligten Fachdisziplinen, nämlich der Visceralchirurgie, der Gastroenterologie, der Radiologie, der Strahlentherapie, der Onkologie und auf Wunsch auch des Hausarztes, die vorliegenden Befunde des
Patienten diskutiert werden. Das Gremium der Fachexperten gibt dann gemeinsam
eine leitlinienbasierte, individuelle Behandlungsempfehlung aus, die schriftlich fixiert
und in aller Regel auch umgehend umgesetzt wird. Im Falle von Befundänderungen im Laufe der Erkrankung oder einer Verschlimmerung der Erkrankung kann der Patient wieder im Tumorboard vorstellig werden und auf die Fachexpertise des Teams zurück greifen.
Entsprechend dem fachlichen Anspruch spielt für ein Darmzentrum das Qualitätsmanagementsystem eine sehr große Rolle. Alle Abläufe des Darmzentrums
sind definiert und werden durch ein spezielles, an den Anforderungen von Krebszentren ausgerichtetes Qualitätsmanagementsystem überwacht. Aufgrund der dokumentierten Behandlungsdaten und Abläufe ist jederzeit der Vergleich mit anderen spezialisierten Zentren möglich. Auf Basis der bereits vorliegenden Daten und Ergebnissen plant die Ilmtalklinik die erfolgreiche Arbeit des Darmzentrums durch einen externen Auditor zum Ende 2009 hin zertifizieren zu lassen.



 

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Die Teilnehmer der Tumorkonferenz vom 29.07.2009, darunter das Kernteam des Darmzentrums, bestehend aus dem Leiter des Darmzentrums und Chefarzt der Allgemein- und Visceralchirurgie PD. Dr. Reinhard Lange (links), dem Münchener Pathologen Dr. Peer Dettmar (2.v.l.), der Chefärztin der Anästhesie Elisabeth
Haimerl (3.v.l.), dem Leitenden Oberarzt der Gastroenterologie Dr. Volker Stagge (5.v.l.), Dr. Marianne Valenti-Schleibinger (6.v.l.)
vom Institut für Strahlentherapie in
Ingolstadt, dem Qualitätsbeauftragten Dr. Thomas Buhr (8.v.l.), dem Koordinator und Facharzt für Chirurgie Dr. Thomas Harzenetter (9.v.l.), Dr. Heike Lorenz (5.v.r.) von der Radiologischen Gemeinschaftspraxis Dres. Boos und
Moog, sowie der Onkologe Dr. Christoph
von Streit (4.v.r.).

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