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Gynäkologie: Schonende neue Operationsverfahren
Auch wenn die menschliche Anatomie immer gleich bleibt - die operativen Techniken entwickeln sich weiter. Längst hat die Entwicklung des Minimal Invasiven Operierens auch die Gynäkologie erfasst.
Immer seltener werden Gebärmutter und Eierstöcke im Ganzen entfernt - die berüchtigte Totaloperation Manchmal genügt es, allein die Ursache der Beschwerden selbst zu entfernen, seien es wachsende Myome (gutartige Tumore der Gebärmutter), eine wuchernde Schleimhaut - und das endoskopisch.
Manchmal macht es aber doch Sinn, die Gebärmutter zu entfernen, wenn, zum Beispiel bei unstillbaren Blutungen, hormonelle oder kleinere operative Therapien nicht greifen, weil mehrere Myome vorliegen oder die Patientin eine endgültige Lösung wünscht, Dann bietet sich hier die endoskopische Entfernung der Gebärmutter au. Da in den seltensten Fällen der Gebärmutterhals für die zu behandelnden Beschwerden verantwortlich ist.
wird dieser im Beckenboden belassen.
Die laparoskopisch assistierte suprazervikale Hysterektomie (LASH) wird seit längerem auch in der Ilmtalklinik von den belegärztlichen Gynäkologen durchgeführt. Die Vorteile sind überzeugend: mit etwa 80 Minuten kurze OP Zeiten, geringe Wundflächen durch
den Verzicht auf den Schnitt durch die Bauchdecke im Unterbauch dadurch geringerer Blutverlust, weniger Narbenbrüche, schnellere Erholung, kurze Liegezeiten und am
Ende zufriedene Patientinnen.
Ein weiterer wichtiger Vorteil für die Patientin: Der Gebärmutterhals bleibt erhalten, das macht die Verletzung des Beckenbodens überflüssig, insbesondere die Nervenversorgung der Blase und deren Umgebung wird erhalten.
Infolgedessen finden sich später weniger Senkungsbeschwerden oder eine Beeinträchtigung des sexuellen Erlebens. Alles stichhaltige Argumente für ein Operationsverfahren, das zwar technisch anspruchsvoll ist, jedoch durch seine vielen Vorteile die Patientinnen gleichermaßen überzeugt.
„Es macht einfach Freude, eine Patientin, die noch die Schrecken der Totaloperation
aus Erzählungen von Mutter und Großmutter mit sich trägt, nach drei Tagen Krankenhausaufenthalt hoch erstaunt, weil wirklich so gut wie beschwerdefrei, nach Hause entlassen”, erklärt Dr. Petra Fiedler. Inzwischen wurden an der Ilmtalklinik rund
80 LASH-Operationen gemacht.
„Die niedrige Komplikationsrate und noch mehr die hohe Zufriedenheit unserer Patientinnen haben uns überzeugt“ erklärt Dr. Fiedler aus der belegärztlichen Gemeinschaftspraxis der Frauenärzte Pfaffenhofen.
Die Kosten der „LASH“ werden von allen Krankenkassen übernommen.
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