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Jeden Tag mit Freude in die Klinik
Dr. Reinhard Lange seit zwei Monaten Chef der Visceralchirurgie/OP-Zahlen wieder gestiegen (Pfaffenhofener Kurier vom 19.02.2007, Willy Hailer)
Die Ilmtalklinik hat nach den Turbulenzen um die Bauchchirurgie im vergangenen Jahr das verlorene Vertrauen bei Patienten und niedergelassenen Ärzten offenbar wieder zurück gewonnen. Unter dem neuen Chefarzt Dr. Reinhard Lange ist die Zahl der Operationen deutlich gestiegen.
Wie berichtet, hatten zahlreiche niedergelassene Ärzte nach einer Häufung von Komplikationen in der Bauchchirurgie ihre Patienten nicht mehr in die Ilmtalklinik eingewiesen. Die Zahl der Operationen sank von früher 80 bis 100 pro Monat auf weniger als die Hälfte. Die Klinikleitung reagierte und trennte sich zum Jahresende 2006 von dem bisherigen Chirurgenteam.
Bereits Mitte Dezember übernahm Dr. Reinhard Lange, Privatdozent an der Uni Essen,
als neuer Chefarzt die Leitung der Abteilung und schaffte innerhalb kurzer Zeit eine Wende. Mit 85 Operationen erreichten im Januar 2007 die Zahlen der Bauchchirurgie wieder Normalwerte. Deutliches Zeichen für ein verbessertes Klima zwischen der Klinik und niedergelassenen Ärzten, von denen Lange sehr postitiv aufgenommen wurde. "Genau der richtige Mann für die Ilmtalklinik, wei ler nicht nur große Erfahrungen als Chirurg hat, sondern auch weiß, wie man menschlich mit Patienten, Pflegepersonal und Kollegen umgeht", urteilt ein niedergelassener Facharzt. Das gute Verhältnis zu den
Haus- und Fachärzten in der Region ist für Dr. Lange ein wichtiger Faktor seiner Arbeit in Pfaffenhofen. Bei seinem ersten Zusammentreffen im Dezember sei er sehr freundlich aufgenommen worden und er wolle die intensiven Kontakte weiter fortsetzen, sagte Dr. Lange dem Pfaffenhofener Kurier. Noch im Februar sei ein weiteres Treffen mit den niedergelassenen Kollegen geplant. Außerdem will er in den nächsten Wochen bei allen in der Praxis vorbeischauen und sich auch bei denen vorstellen, die ihn bisher noch nicht kennen lernen konnten. "Der persönliche Kontakt mit den Haus- und FAchärzten ist mir ganz wichtig", so Dr. Lange und er sei jederzeit offen für Fragen, Wünsche oder Kritik. "Wenn man rechtzeitig miteinader spricht, kann man gegensteuern bevor sich irgendwelche negativen Dinge zuspitzen".
Grundsätzlich sieht Lange an der Ilmtalklinik die besten Voraussetzungen für eine optimale Versorgung der Patienten gegeben. "Ich kenne kein Haus in dieser Größenordnung mit einer ähnlich guten Ausstattung ", sagt Lange, der zuletzt als
Chefarzt der Abteilung für Visceral- und Gefäßchirurgie des Karolinenhospitals Arnsberg bei Dortmund tätig war. "Dort hatten wir keinen Computertomografen und auch andere moderne Diagnosegeräte, um die ich immer wieder gebeten habe, wurden von der Geschäftsführung nicht angeschafft", so Lange. Ein Hauptgrund, dass der Chirurg nicht länger in dem 300-Betten-Haus bleiben wollte. Auch personell habe er hier in
Pfaffenhofen beste Voraussetzungen vorgefunden. "Ob ärztliche Kollegen, Geschäftsführung, Pflegepersonal oder sonstige Klinikmitarbeiter - alle sind sehr motiviert, überaus zuvorkommend und freundlich", meint der neue Chefarzt.
Im Gegensatz zu seinen Vorgängern, die gewissermaßen aus dem Stand heraus in den ersten Monaten des Jahres 2006 die Zahl der Operationen verdoppelt hatten, will sich Dr. Lange etwas mehr Zeit mit der Einarbeitung in sein neues Aufgabenfeld lassen. "Es dauert wohl noch ein paar Wochen, bis alles so läuft, wie ich mir das vorstelle". In Besprechungen mit Ärzten und Pflegepersonal, auch aus anderen Abteilungen, würden zum Beispiel Änderungen und Ergänzungen bei der OP-Ausstattung erörtert oder neue Konzepte bei Verbandstechniken
und -material.
Nach der Einarbeitungsphase möchte Dr. Lange das medizinische Spektrum der Ilmtalklinik noch ausbauen. Etwa auf dem Gebiet der Gefäßchirurgie, in dem lange an seinem bisherigen Wirkungsort Arnsberg bereits erfolgreich tätig war. Bei der derzeit laufenden Suche nach einem zweiten Oberarzt hofft Lange auf einen Bewerber, der Erfahrungen in diesem Bereich mitbringt.
Und schließlich würde Dr. lange in der Ilmtalklinik künftig auch gerne seine langjährigen Erfahrungen in der Kinderchirurgie einsetzen. Abgesehen von den heute schon
möglichen Routineeingriffen bei Kindern, zum Beispiel Blinddarmoperationen, könnten
mit einer entsprechenden personellen und technischen Ausstattung auch Operationen
bei Neugeborenen und Kleinkindern ausgeführt werden. Dafür brauche man aber
speziell ausgebildete Anästhesisten und einen niedergelassenen Kinderfacharzt als Partner, so lange.
Seine Bilanz nach den ersten zwei Monaten: "Ich habe den Wechsel noch keine Sekunde bereut und ich gehe jeden Tag mit Freude in die Klinik".
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