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Ilmtalklinik GmbH Pfaffenhofen Ilmtalklinik GmbH Pfaffenhofen

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Ilmtalklinik gründet Herzinfarktnetzwerk

Auf Initiative von Prof. Dr. Christian Firschke, Chefarzt für Innere Medizin und ärztlicher Direktor der Ilmtalklinik wurde jetzt der Grundstein für ein Herzinfarktnetzwerk in der
Region gelegt. Alle Notarztwägen im Landkreis Pfaffenhofen wurden mit einer sogenannten Telemetrie ausgestattet, die es ermöglicht, bei Bedarf 12-Kanal EKG`s von jedem Notarzteinsatzort in Sekundenschnelle zur Beurteilung an die Ilmtalklinik zu übertragen.
„Auf diese Weise können gefährdete Patienten in Zusammenarbeit mit dem Notarzt vor
Ort noch schneller identifiziert und schnellstmöglich der Behandlung zugeführt werden“ kommentiert Prof. Firschke die Innovation.
Die neue Technik wurde überwiegend vom Verein „Leben retten“ in Pfaffenhofen finanziert. Hierzu hatte federführend Landrat Rudi Engelhard als 1. Vorsitzender des Vereins, auch mit dem neuen Kochbuch „Der Landkreis kocht fürs Leben gern“ beigetragen.
Für die Infarktbehandlung steht an der Ilmtalklinik rund um die Uhr ein Herzkatheterteam bereit. Bei akut lebensbedrohlichen Herzinfarkten zählt bekanntlich jede gewonnene Minute um die der Patient schneller im Herzkatheterlabor behandelt werden kann.
Die rasche Verwirklichung dieses Projektes sei nicht zuletzt auch auf die hervorragende Zusammenarbeit mit den Rettungssanitätern und Notärzten des Landkreises, an der Spitze dem leitenden Notarzt, Dr. Olaf Ruchnewitz zurückzuführen. Eine spezifische medikamentöse Therapie des Herzinfarktes kann jetzt noch öfter schon im Notarztwagen begonnen werden. Die so bereits im Vorfeld als Hochrisikogruppe identifizierten Patienten werden dann an der Ilmtalklinik ohne weitere Verzögerung direkt ins Herzkatheterlabor gebracht, wo das zwischenzeitlich alarmierte Katheterteam bereitsteht. Auf einen weiteren wichtigen Punkt weist Prof. Firschke im Zusammenhang mit diesem Zeitgewinn besonders hin: bundesweite Infarktregister zeigen leider, dass die Zeit, bevor Infarktpatienten einen Arzt kontaktieren weiter zunimmt. Sie beträgt derzeit weit über 3 Stunden - wertvolle Zeit, die sinnlos verstreicht und für den Patienten lebensgefährlich sein kann. Denn dieses Zögern sei ein Grund, warum nach wie vor ca. 35% der Infarktpatienten verstorben sind bevor ein Arzt vor Ort ist. Es sei daher ratsam nach dem Slogan zu handeln: „Brustschmerz länger als 5 Minuten: Notarzt rufen.“, so Prof. Firschke.



 

Prof. Dr. Christian Firschke (Chefarzt für Innere Medizin und ärztlicher Direktor der Ilmtalklinik) mit einem aus dem Notarztwagen übermittelten EKG.

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