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Was ist Endoskopie?
Die Endoskopie („Spiegelung“) ist ein wichtiger Bestandteil der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen von außen zugänglicher Körperhöhlen und Hohlorgane. Ein Endoskop ist ein dünnes schlauchartiges biegsames Instrument, das aus einer Beleuchtungseinrichtung mit Kaltlicht und einem optischen System besteht. Das optische System besteht aus Glasfaserbündeln oder einem als Kamera an der
Spitze des Endoskopes befindlichen CCD-Bildwandlerchip. Zusätzlich verfügen Endoskope über einen Arbeitskanal zum Einführen von Zusatzgeräten wie z.B. Zangen zur Entnahme von Gewebsproben sowie über Absaug- und
Spülvorrichtungen.
Endoskopie des oberen Verdauungstraktes („Magenspiegelung“, Gastroskopie)
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Hierbei wird die Speiseröhre, der Magen sowie der größte Teil des Zwölffingerdarmes untersucht. Vorraussetzung ist ein Aufklärungsgespräch mit schriftlicher Einverständniserklärung sowie die Bestimmung aktueller Blutwerte bzgl. der Gerinnung. Vor der Untersuchung bekommt der Patient einen kleinen Schluck eines Mittels, das das Magensekret entschäumt sowie eine Betäubung der Rachenschleimhaut mit einem Spray. Auf Wunsch wird die Untersuchung mit einem Beruhigungsmittel durchgeführt. Hierbei ist zu beachten, dass der Patient nach der Untersuchung für ca. eine Stunde überwacht wird und für 24 Stunden nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen darf. |
Während der Gastroskopie untersucht der Arzt alle Schleimhautabschnitte. Bei Auffälligkeiten können zur weiteren Klärung Gewebsproben entnommen werden. Sollte eine Blutung vorliegen kann diese in derselben Untersuchung gestillt werden.
Endoskopie des unteren Verdauungstraktes („Darmspiegelung“, Koloskopie)
Hierbei wird der gesamte Dickdarm sowie ggf. der unterste Teil des Dünndarmes untersucht. Vorraussetzung ist auch hier ein Aufklärungsgespräch mit schriftlicher Einverständniserklärung sowie die Bestimmung aktueller Blutwerte bzgl. der Gerinnung. Für eine Koloskopie ist eine vollständige Darmreinigung erforderlich. Hierzu erhalten Sie von uns oder Ihrem Hausarzt ausführliche Informationen. Auf Wunsch wird die Untersuchung mit einem Beruhigungsmittel durchgeführt. Hierbei ist zu beachten, dass der Patient nach der Untersuchung für ca. eine Stunde überwacht wird und für 24
Stunden nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen darf.
Nach einer kurzen Untersuchung des Enddarmes mit dem Finger führt der Arzt das Endoskop ein und schiebt es unter Sicht vorsichtig bis zum Blinddarm bzw. Dünndarm
vor. Die Beurteilung der Schleimhaut erfolgt beim langsamen Rückzug des Instrumentes. Hierbei können dann ggf. Gewebsproben entnommen und Polypen entfernt werden. Eventuell auftretende Blutungen werden sofort gestillt.
Endoskopie mit Darstellung der Gallenwege und des Bauchspeicheldrüsenganges (ERCP)
Diese Untersuchung wird bei Erkrankungen der Gallenwege oder der Bauchspeicheldrüse durchgeführt. Meist liegen Abflusshindernisse für die Galle vor, die
zu einer Entzündung der Gallenwege oder der Bauchspeicheldrüse führen. Im Rahmen der Untersuchung können diese Hindernisse entfernt (z. B. Gallensteine im Gang) oder mit kleinen Röhrchen überbrückt werden, so dass die Galle wieder ungehindert in den Dünndarm abfließen kann. Hierzu ist ein kleiner Schnitt an der Mündung des Gallenganges erforderlich. Die ERCP wird mit einem speziellen Endoskop durchgeführt das über Speiseröhre und Magen wie bei einer Magenspiegelung in den Zwölffingerdarm vorgeschoben wird. Während der Untersuchung bekommt der Patient kurzwirksame Beruhigungsmittel und schläft. In der Regel ist für die Untersuchung eine anschließende stationäre Überwachung erforderlich, in Einzelfällen kann sie aber auch ambulant durchgeführt werden.
Endosonographie
Bei dieser Untersuchung wird ein spezielles Endoskop eingesetzt, das eine hochauflösende Ultraschalldarstellung der Wände des Verdauungstraktes und der direkt benachbarten Organe (Lymphknoten, Bauchspeicheldrüse, Gallengang) ermöglicht. Spezielles Einsatzgebiet sind unklare Wandveränderungen, flache Polypen und kleine Tumoren. Für den Patienten läuft die Untersuchung wie eine Magenspiegelung oder Darmspiegelung ab. Durch die etwas längere Untersuchungsdauer wird aber in den meisten Fällen ein Beruhigungsmittel verabreicht, so dass der Patient während der Untersuchung schläft.
Ultraschalldiagnostik
Oberbauchsonographie
Die Sonographie der Oberbauchorgane ist bei einer Vielzahl von Erkrankungen sinnvoll. Ultraschalluntersuchungen sind meist rasch und ohne besondere Vorbereitung durchführbar, sie kommen ohne Strahlenbelastung für den Patienten aus und können beliebig oft wiederholt werden.
Um eine gute Aussagekraft zu ermöglichen sollte der Patient nüchtern sein. Falls Sie insulinpflichtiger Diabetiker sind bitten wir Sie dies möglichst bereits bei der Terminvereinbarung zu erwähnen.
Die Untersuchung dauert in der Regel 15 - 20 Minuten. Zum besseren Eindringen der Schallwellen wird ein reizloses Gel auf die Haut aufgetragen. Da die Untersuchung unschädlich und ohne Nebenwirkungen ist, ist kein gesondertes Aufklärungsgespräch erforderlich.
Darmwandsonographie
Bei Patienten mit Erkrankungen des Dünn- und Dickdarmes, insbesondere bei
chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (M. Crohn, Colitis ulcerosa) stellt die Darmwandsonographie eine sinnvolle Alternative bzw. Ergänzung zu den endos-
kopischen und radiologischen Untersuchungen dar. Es können Verdickungen der
Wand, Engstellen, Verschlüsse sowie Abszesse und Fisteln dargestellt werden.
Auch die Darmwandsonographie ist nebenwirkungsfrei und unschädlich.
Sonographisch gesteuerte Punktionen
Bei unklaren Raumforderungen im Bauchraum, v.a. im Bereich von Leber, Bauchspeicheldrüse und Lymphknoten, ist ggf. eine feingewebliche Untersuchung der schnellste Weg zur Klärung der Diagnose.
Unter örtlicher Betäubung wird eine sehr dünne Nadel (0,7 - 0,9 mm Durchmesser) unter sonographischer Sicht in den veränderten Bereich vorgeführt. Über ein Vakuum oder eine ausfahrende Schneidenadel wird Gewebe gewonnen ohne dass eine Operation nötig wäre.
Für diese (nebenwirkungsarme) Maßnahme ist eine stationäre Überwachung für eine Nacht sowie ein ausführliches Aufklärungsgespräch und eine schriftliche Einverständniserklärung erforderlich.
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