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Ilmtalklinik GmbH Pfaffenhofen Ilmtalklinik GmbH Pfaffenhofen
 


Nachbehandlung nach vaskulärer Stentimplantation

Von entscheidender Bedeutung für einen guten Langzeitverlauf nach Implantation von Stents in arterielle Blutgefässe (Koronararterien, Arteria carotis oder der periphere Arterien) ist eine Kombinationstherapie mit Medikamenten, die die Funktion der Blutplättchen (Thrombozyten) hemmen. Insbesondere in den ersten Monaten nach Stentimplantation sind die Streben des Stents noch nicht von der innersten Gefäßhaut, dem Endothel, überzogen und somit sehr thrombogen. Dies gilt in noch höherem Maße für mit antiproliferativen Medikamenten beschichtete Stents. Die Kombinationstherapie
mit Aspirin und Clopidogrel (z. B. Plavix® oder Iscover®) verhindert erwiesenermassen effektiv die Gefahr einer Thrombose im Stentbereich.

Eine Stentthrombose ist in der Regel ein hochakutes Ereignis und hat sehr schwerwiegende Folgen für die Gesundheit des Patienten:
à In den Koronararterien führt eine akute Stentthrombose in einem hohen Prozentsatz zu einem Herzinfarkt, der häufig tödlich verläuft.
à In der A. carotis führt eine Stentthrombose nahezu immer zu einem grossen zerebralen Insult und ist für den Patienten ebenso lebensgefährlich.

Die Zeitspanne, während der konsequent die Kombinationsbehandlung mit Aspirin und Clopidogrel erfolgen muss, ist nicht einheitlich, sondern hängt ab vom behandelten arteriellen Stromgebiet, von der Art des verwendeten Stents (Medikamentenbeschichteter vs. nicht-beschichteter Stent), dem behandelten Gefäßdiameter (kleines Gefäss vs. kaliberstarkes Gefäss) sowie von weiteren Faktoren (Herzinfarkt vs. stabile Angina pectoris; symptomatische vs. asymptomatische Karotisstenose; Diabetes mellitus) ab.
Das in unseren Arztbriefen empfohlene Therapieschema ist anhand aktueller nationaler und internationaler Leitlinien jeweils der speziellen Situation des individuellen Patienten angepasst.

Bitte beachten Sie insbesondere folgende Punkte bei der medikamentösen Nachbehandlung nach Stentimplantation

  • Entnehmen Sie bitte dem aktuellen Arztbrief bitte das empfohlene Schema zur Therapie mit ASS und Clopidogrel
  • Bitte setzen Sie Aspirin und/oder Clopidogrel (Plavix® oder Iscover®) niemals ab, ohne mit uns Rücksprache zu halten
  • Wir stehen Ihnen 24 Stunden. am Tag und 365 Tage im Jahr für Rückfragen zur Verfügung (tagsüber unter 08441/79-1350, Sekretariat der Inneren Abteilung; nachts/Wochenende unter 08441/79-1380, Dienstarzt der Inneren Abteilung)
  • Marcumar oder Heparin können die Kombinationstherapie mit Aspirin und Clopidogrel definitiv nicht ersetzen, da sie nicht die Funktion der Thrombozyten hemmen und somit nicht vor einer akuten Stentthrombose schützen können


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