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Herzinfarktnetzwerk
Regionale Vernetzung von Krankenhäusern, Notarztstandorten u. Rettungswachen

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Rote Punkte: Vernetzte Notarztstandorte bzw. Rettungswachen
Der grüne Pfeil markiert das zentrale Herzkatheterlabor des Netzwerks an der Ilmtalklinik in Pfaffenhofen.
Die Ilmtalklinik Pfaffenhofen, die Kankenhäuser in Schrobenhausen (Chefarzt Dr. med. Stefan Hüttl) und Mainburg (Chefarzt Dr. med. János Juhász) sowie die beteiligten Notarztstandorte Pfaffenhofen und Geisenfeld (leitender Notarzt Dr. med. Olaf
Ruchnewitz), Schrobenhausen (leitender Notarzt Dr. med. Rudolph Groener) und
Mainburg (leitende Notärztin Frau Dr. Elisabeth Haimerl) unter Einbeziehung der Rettungswachen in Reichertshofen und Allershausen haben sich zu einer medizinisch und strukturell abgestimmten Versorgung von Patienten mit akuten ST-Streckenhebungsinfarkten in den betroffenen Regionen zusammengeschlossen.
Alle an der Versorgungskette beteiligten Ärzte, Sanitäter, Schwestern und Pfleger stellen sich der verantwortungsvollen Aufgabe, engagiert dazu beizutragen, allen Patienten mit akutem, lebensbedrohlichem ST-Hebungsinfarkt auf dem schnellsten Weg die optimale Behandlung zu ermöglichen. Das wird erreicht durch frühzeitige Diagnose bereits im Notarztwagen in Verbindung mit einem abgestimmten Behandlungspfad mit primärer Herzkatheterbehandlung im zentralen Katheterlabor
der Ilmtalklinik und optimaler prästationärer medikamentöser Vorbehandlung.
Frühzeitige Diagnose des akuten ST-Strecken-Hebungsinfarkts
Alle Patienten mit akutem ST-Strecken-Hebungsinfarkt sollen möglichst frühzeitig identifiziert werden, um unverzögert dem vereinbarten Herzinfarkt- Behandlungspfad zugeführt werden zu können. Bei akut lebensbedrohlichen Herzinfarkten zählt bekanntlich jede gewonnene Minute um die der Patient schneller im Herzkatheterlabor behandelt werden kann.
Bei allen Patienten mit akuten Thoraxschmerzen wird deshalb bereits vom zugezogenen Notarzt bereits am Einsatzort ein 12-Kanal EKG geschrieben, um Hochrisikopatienten
mit ST-Strecken-Hebungsinfarkten sofort identifizieren zu können. Optional haben die Notärzte die Möglichkeit die vor Ort geschriebenen EKG`s mittels einer hochmodernen Telemetrie (überwiegend finanziert vom Verein „Leben retten“ in Paffenhofen) in Sekundenschnelle an die Ilmtalklinik übertragen und von einem kardiologisch ausgebildeten Arzt beurteilen zu lassen.
Abgestimmter Behandlungspfad des akuten ST-Hebungsinfarkts
Auf diese Weise identifizierte Hochrisiko-Patienten mit ST-Hebungsinfarkten erhalten
dann vom Notarzt neben Acetylsalicylsäure und Heparin sofort auch 600 mg Clopidogrel. Die Gabe dieses für die Behandlung des Herzinfarktes aber auch für die geplante Herzkathetertherapie wichtigen Medikamentes wird somit von der Klinik (hier hätte es der Patient ohnehin bekommen) bereits auf den prästationären Zeitpunkt vorverlagert. Es ist wissenschaftlich gesichert, dass das Therapieergebnis nach Koronarintervention im Herzkatheterlabor mit der Effektivität der Clopidogrelwirkung vor Katheterbeginn (umso effektiver, je früher vor de Herzkatheterbehandlung verabreicht) zusammenhängt.

Wenn der Notarzt einen ST-Hebungsinfarkt im EKG identifiziert hat, wird sofort das Herzkatheterteam an der Ilmtalklinik alarmiert, das in dann in der Regel schon bereitsteht bevor der Patient die Klinik erreicht hat.
In der Klinik angekommen, wird der Infarktpatient in der Regel vom Notarztwagen ohne weitere Zwischenstationen in der Notaufnahme oder auf der Intensivstation direkt ins Herzkatheterlabor der Ilmtalklinik gebracht und kann dort sofort behandelt werden.
Für die Infarktbehandlung steht an der Ilmtalklinik an 360 Tagen im Jahr rund um die
Uhr ein Herzkatheterteam bereit.
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