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Ilmtalklinik GmbH Pfaffenhofen Ilmtalklinik GmbH Pfaffenhofen
 


Daten und Fakten Kardiologie

Die Ilmtalklinik ist ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung. Somit
präsentieren sich häufig Patienten mit der Erstmanifestation einer kardialen Erkrankung. Das Patientengut unterscheidet sich zudem naturgemäß deutlich von den in großen Studien untersuchten, in der Regel streng selektierten Patientenpopulationen. Es ist
durch multiple Komorbidität und komplexe Koronarmorphologie geprägt. Dies und die Tatsache, dass im Folgenden keine Risiko-adjustierten Daten präsentiert werden,
muss bei der Interpretation des Zahlenmaterials berücksichtigt werden.

Untersuchungszahlen invasive Kardiologie



Diese Zahlen dokumentieren, dass sich die Ilmtalklinik zu einem kardiologischen
Zentrum entwickelt hat, dessen Eingriffszahlen mittlerweile über den im Durchschnitt
an einem Linksherzkatheter Messplatz in Deutschland durchgeführten
Untersuchungs-
(1280) und Interventionszahlen (449) liegen (Herzbericht 2005, Ernst Bruckenberger). Dies ist von Bedeutung, da eine gewisse Mindestmenge von Eingriffen zwar die Qualität nicht garantiert aber als eine Voraussetzung dafür angesehen werden kann.

Mit einer Interventionsquote von 34% (therapeutische Eingriffe als Prozentsatz
aller Untersuchungen) liegt die Ilmtalklinik im Bundesdurchschnitt kardiologischer Zentren (Herzbericht 2005, Ernst Bruckenberger). Der hohe Anteil von Notfalleingriffen bei Infarktpatienten (30% aller Interventionen) an der Ilmtalklinik unterstreicht die Bedeutung der invasiven Kardiologie der Ilmtalklinik für die Region.

Kooperation mit der Kardiochirurgie des Deutschen Herzzentrums München

Insgesamt wurden im Jahr 2006 74 Patienten zu kardiochirurgischen Eingriffen ins Deutsche Herzzentrum München verlegt. Von den im Jahr 2006 bei insgesamt 525 Patienten durchgeführten Myokardrevaskularisationen erfolgten 42 operativ. Das
entspricht einer operativen Myokardrevaskularisationsquote von 8%. Dies ist im Vergleich mit der bundesweiten Quote von 20% (Herzbericht 2005, Ernst
Bruckenberger) um mehr als die Hälfte geringer und dokumentiert den interventionellen Schwerpunkt der Kardiologie an der Ilmtalklinik. Im Jahr 2006 musste lediglich ein
Patient (=0,2%) nach einem interventionellen Eingriff an der Ilmtalklinik notfallmäßig operativ resvaskularisiert
(= einer Notfall Bypassoperation unterzogen) werden. Auch dies ist ein hervorragendes Ergebnis. Immerhin sind bundesweit 7,1% aller Notfall Herzoperationen Notfalleingriffe nach Katheterinterventionen (Herzbericht 2005, Ernst Bruckenberger).
Weitere 10 Patienten wurden zu kombinierten Koronar- und Klappeneingriffen (8-mal Aortenklappen-, 2-mal Mitralklappenersatz) in die Kardiochirurgie des Deutschen
Herzzentrums verlegt. 12 Patienten wurden zum isolierten Aortenklappenersatz verlegt, weitere 2 Patienten zur Mitralklappenrekonstruktion. Bei 5 Patienten wurden Eingriffe an der Aorta durchgeführt (3-mal offen chirurgisch, 2-mal endovaskulär).

Qualitätsindikatoren invasive Kardiologie

Restenoserate
Im Jahr 2006 betrug die 6-monatige, binäre Restenoserate (definiert als Anteil von Patienten mit ≥ 50% Restenose) an unserer Klinik 14% bei unbeschichteten Stents sowie 9% bei Medikamenten-beschichteten Stents und vergleicht sich somit für beide Gruppen sehr vorteilhaft mit den Ergebnissen internationaler Studien aus
kardiologischen Zentren der höchsten Versorgungsstufe insbesondere angesichts des hohen Komplexitätsgrades der „real-life“ Interventionen an der Ilmtalklinik im Vergleich
mit den Studienpopulationen.

Door to balloon time
Die Optimierung des Zeitintervalls zwischen der Aufnahme von Patienten mit akutem
ST-Streckenhebungsinfarkt und der mechanischen Wiedereröffnung des Infarktgefäßes
in unserem Herzkatheterlabor ist Gegenstand kontinuierlicher Bemühungen an der Ilmtalklinik.
Dieses wichtige Zeitintervall konnte seit Einführung der EKG- Telemetrie aus den mit uns kooperierenden Notarztwägen von im Mittel 60 min. auf nunmehr im Mittel 30 Minuten reduziert werden. Dabei handelt es sich um einen sehr vorteilhaften Wert im Vergleich mit den publizierten Zahlen anderer Kliniken. Dabei kommt uns natürlich auch zugute, dass wir nicht mit den Nachteilen langer Wege und komplexer Kommunikationstrukturen einer Großklinik belastet sind.

Auswertungen der zentralen Qualitätssicherung der BQS
(Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung)
Alle Krankenhäuser, die Koronarinterventionen oder Schrittmacherimplantation durchführen, müssen über jeden Eingriff umfangreiche Daten an die Bundesgeschäfts-
stelle für Qualitätssicherung melden. Die Ilmtalklinik lag und liegt mit allen der hier erfassten Qualitätsindikatoren innerhalb der von der BQS definierten Referenz-
bereiche
.

Komplikationen im Herzkatheterlabor (Diagnostik u. Koronartherapie) 2006

Im Jahr 2006 wurde an der Ilmtalklinik das Interventionsziel bei Koronarinterventionen
in 93,6% der Fälle erreicht
(dies entspricht dem von der BAQ berichteten landesweiten Durchschnitt im Jahr 2006). Die Gesamtkomplikationsrate im Zusammenhang mit Herzkathetereingriffen an der Ilmtalklinik betrug im Jahr 2006 1,9% (insgesamt 27 Komplikationen bei 1.437 Herzkatheteruntersuchungen). Die Definitionen der Komplikationen sind weiter unten aufgelistet. Die absoluten Zahlen sind aus der Grafik ersichtlich.
Die Gesamtmortalitätsrate (d.h. der Anteil der im Zusammenhang mit einer Herzkathetermassnahme verstorbenen Patienten) war sehr niedrig und betrug 0,5%. Im Rahmen rein diagnostischer Herzkatheteruntersuchungen und geplanter Dilatationen ist im Jahr 2006 an der Ilmtalklinik kein Patient verstorben. Todesfälle traten im Jahr 2006 im Verlauf nach Herzkathetereingriffen nur bei Patienten auf, die bereits als Notfall mit kompliziertem Herzinfarkt, im Schock vom Notarzt in die Ilmtalklinik eingeliefert
wurden. Die Mortalitätsrate bezogen auf die Zahl der Notfallinterventionen bei akuten Herzinfarkten betrug an der Ilmtalklinik im Jahr 2006 4,9%. Bundesweit beträgt der Anteil
von Todesfällen bei Katheterintervention bei akutem Herzinfarkt  8,8% (Statistisches Bundesamt 2005).

Definitionen der Komplikationen bei Koronardiagnostik/ intervention: (in Anlehnung an ACC/AHA/SCAI Practice Guidelines, JACC 2005 und Z. Kardiol 91:719-26, 2002)

  • Tod
    Während des stationären Aufenthaltes an der Ilmtalklinik wenn eine
    Herzkathe
    teruntersuchung oder Koronarintervention während des gleichen stationären Aufenthaltes durchgeführt wurde
  • Periinterventioneller Myokardinfarkt
    CK-MB Anstieg auf  ≥ 5-facher Wert des oberen Normwertes und/oder Troponin Anstieg auf  ≥ 5-facher Wert des oberen Normwertes
  • Kontrastmittel-induziertes akutes Nierenversagen (ANV)
    Kreatinin Anstieg um ≥ 0,5 mg% bei einem Ausgangswert < 2,0 mg%
    Kreatinin Anstieg um ≥ 1,0 mg% bei einem Ausgangswert ≥ 2,0 mg%
  • Schlaganfall/TIA
    Persistierendes/ temporäres fokalneurologisches Defizit im Zusammenhang mit einer Herzkatheterdiagnostik/ Intervention.
  • Blutung major
    Intrakranielle Blutung oder HB Abfall um ≥ 5 g%
  • Punktionsstelle
    Sonographisch dokumentiertes Pseudoaneurysma oder dokumentierte
    AV-Fistel im Bereich der Punktionsstelle - konservativ (= Thrombin-Injektion) oder
    operativ verschlossen.

Device-Implantationszahlen im Herzkatheterlabor


Untersuchungszahlen nichtinvasive Kardiologie





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