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Musik in der Akutgeriatrie weckt die Lebensgeister

26.06.2018

Einmal in der Woche schnappt sich Georg Kranner seine Gitarre und macht gemeinsam mit den Patienten der Akutgeriatrie in Pfaffenhofen Musik. Kranner ist Ergotherapeut an der Ilmtalklinik und weiß aus Erfahrung, dass mit Musik vieles besser geht. „Musik weckt gute Gefühle und Gedanken, es entsteht eine positive Atmosphäre und die Patienten kommen aus ihrer Isolation“, so Kranner. Diese positiven Erfahrungen sind wissenschaftlich belegbar. „Die positiven Wirkungen des Singens und Musizierens auf körperliche Erkrankungen und seelische Störungen konnten in vielen Studien gemessen und klar nachgewiesen werden“, erklärt Dr. Peter Grein, Chefarzt der Akutgeriatrie.

Die Musikstunde kommt sehr gut an. Zwischen 5 und 13 Patienten treffen sich wöchentlich und schmettern gemeinsam Volkslieder wie „Das Wandern ist des Müllers Lust“ oder auch Lieder in bayerischer Mundart. Selbst manche demente Patienten erinnern sich an die Lieder und singen mit. Begleitet werden die Lieder mit Bewegungen oder Schwungtüchern – soweit den Patienten eben möglich. „Klatschen und Schunkeln verbessern die Körperwahrnehmung und kräftigt die Muskeln – und das mit viel Spaß“, erklärt der Therapeut. „Die Patienten haben nicht das Gefühl in der Therapiestunde zu sein, in der etwas von Ihnen gefordert wird. Sie machen mit viel Freude von ganz alleine mit.“ Kranner spielt aber nicht die ganze Stunde durch. Dazwischen wird „Biographiearbeit“ betrieben, Erinnerungen geweckt: Wie wurden die Jahreszeiten früher erlebt?, Wo kommt man her? So kommt nicht nur der Körper sondern auch der Geist in Schwung. Kommunikation findet statt und die Gespräche werden oft nach der Musikstunde weitergeführt. Georg Kranner ist begeistert vom Erfolg: „Die Musikstunde hat nur positive Effekte und mach allen Beteiligten viel Spaß. Es ist eine willkommene Unterbrechung des Klinikalltags und ein Highlight in jeder Woche.“   Dr. Peter Grein schließt sich dieser Meinung voll und ganz an. „Wir sind stolz auf unser breites therapeutisches Spektrum und das tolle Engagement unseres Teams für unsere Patienten“ schließt Dr. Grein.